Dienstag, 3. April 2012

Gedicht

Gedicht eines Unbekannten
 
Trotz Schweinepest und BSE frisst der Mensch wie eh und je
weiter seine Mitgeschoepfe, wirft sich Leichen in die Toepfe,
liebt sein Gulasch und den Braten, hat gern Pute in Salaten,
stellt auch gerne einmal Fisch oder Muscheln auf den Tisch,
geniesst das alles unverdrossen trotz dem Blute, das vergossen.
 
Auch an hohen Feiertagen hört er nicht der Tiere Klagen:
Jeglich' Mitleid man vermisst, wenn er Schafes Kinder frisst,
gut gebraten aufgetragen zur Feier an den Ostertagen.
Nicht einmal zur Weihnachtszeit macht sich Mitleid bei ihm breit,
denn zu Weihnachten gehoere auch die Gans in seiner Röhre,
und so geht's jahrein jahraus weiter mit dem Leichenschmaus.
 
Doch, oh Mensch, Dir sei geraten: Achte wohl auf Deine Taten!
Halte ein in Deinem Tun! Lass das Kalb beim Rinde ruh'n,                  
nimm die Ferkel nicht dem Schwein, lass auch Tiere Mütter sein!       
Hör' endlich auf mit Blutvergiessen, nur um Leichen zu geniessen!       
Dein Gesetz soll Schwache schützen, lass es auch den Tieren nützen!
Sieh, der Menschheit grösste Schand' beginnt an Deinem Tellerrand!

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