Abenteuer
Faltertage: Schmetterlinge zählen von April bis
Oktober
Berlin:
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat dazu aufgerufen, von
April bis Ende Oktober bundesweit Schmetterlinge zu zählen. Mit der
seit 2005 alljährlich stattfindenden Zähl-Aktion macht der Umweltverband auf die
Bedrohung der Schmetterlinge aufmerksam und sensibilisiert die
Öffentlichkeit für den
Naturschutz. Bei der Aktion mit dem Titel „Abenteuer Faltertage“ wird
mithilfe von Zählbögen nach zehn verbreiteten und einfach zu erkennenden
Schmetterlingsarten gesucht. Die gesichteten Exemplare werden dem BUND entweder
online unter www.bund.net/faltertage oder per Post
gemeldet. Aus den gewonnenen Daten zieht der Umweltverband Rückschlüsse auf die
Entwicklung des Schmetterlingsbestandes in
Deutschland.
Obwohl es immer noch
viele Schmetterlinge zu geben scheine, seien einige Arten besonders gefährdet,
sagte Nehle Hoffer,
Schmetterlings-Expertin beim BUND. „Nur etwa
einem Fünftel der Schmetterlingsarten in Deutschland geht es gut. Die meisten
Arten leiden vor allem unter der industriellen Land- und Forstwirtschaft mit
ihrem massiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Pestizide schädigen
nicht nur Lebensraum und Nahrungsgrundlage der Schmetterlinge, sondern auch die
Insekten direkt“, sagte Hoffer.
Die Raupen der
Schmetterlinge fräßen oft nur bestimmte heimische Pflanzenarten. Deshalb würden
artenreiche Gärten und Balkone mit einheimischen Pflanzen den Schmetterlingen
beim Überleben helfen, so Hoffer. Die ausgewachsenen Schmetterlinge benötigten
zur Ablage ihrer Eier ebenfalls bestimmte heimische Gewächse. Brennnesseln
beispielsweise sollten deshalb nicht entfernt werden. Auch der Kauf von
Bioprodukten trage zum Schmetterlingsschutz bei. In der Biobranche verzichteten
die Landwirte auf den Einsatz von giftigen Pestiziden und Düngemitteln
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