Mittwoch, 4. April 2012

Osterfeuer

In vielen Gegenden Deutschlands wird am Samstagabend vor Ostern ein
großes Feuer angezündet. Die Flammen des Osterfeuers sollen böse Geister
und den Winter vertreiben. Doch die brennenden Holzstapel können kleine
Tiere das Leben kosten, warnen Experten. Sie geben deshalb Tipps, wie die
Menschen die Tiere schützen können.
Hannover. Schon lange vor Ostern beginnen viele Leute damit, Holzstücke, Bretter
und Äste übereinanderzustapeln. Sie sammeln das Holz auf einem Haufen. Den
zünden sie dann an, wenn sie sich später zum Osterfeuer versammeln. Doch in
den Reisighaufen verstecken sich häufig Wiesel, Igel, Kröten, Vögel und andere
Tiere. Oftmals können sie dann nicht schnell genug flüchten und geraten in
Lebensgefahr, sagen Experten des Bundes für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (abgekürzt: BUND).
Wer auf das Osterfeuer verzichtet und die Reisighaufen liegen lässt, bietet den
Tieren einen guten Unterschlupf, sagen die Naturschützer. Für alle, die ihr
Osterfeuer entzünden möchten, gibt es zwei Tipps: Entweder können die
Menschen das Holz erst kurz vor Ostern anhäufen, sodass keine Tiere sich
einnisten können. Wer dagegen schon vorher sammeln möchte, sollte den
Reisighaufen vor dem Anzünden noch einmal umschichten. So werden die kleinen
Tiere aus dem Unterschlupf vertrieben.

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